Die österreichische Zementindustrie verfolgt das Ziel, den Anteil an alternativen Rohstoffen (ARMs) bei der Klinkerherstellung deutlich zu erhöhen. Dadurch soll ein weiterer bedeutender Beitrag zur von der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ) verabschiedeten Roadmap 2050 für eine CO₂-neutrale Zementherstellung geleistet werden.
Ziel des geplanten Dissertationsvorhabens ist die Erforschung und Entwicklung eines Klinkers aus alternativen Rohstoffen, mit einem deutlich geringeren CO2-Fußabdruck als klassischer Portlandzementklinker. Damit soll ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz und zur Standortsicherung der österreichischen Zementindustrie geleistet werden. In diesem Projekt soll Klinker aus alternativen Rohstoffen im Labormaßstab entwickelt, im Pilotmaßstab geprüft und schlussendlich im Industriemaßstab erzeugt werden. Bei der Zementherstellung ist ca. 60-65% des emittierten CO2-Gehalts rohstoffbedingt. In diesem Projekt wird daher der Fokus auf die Rohstoffseite gelegt. Dabei werden die regionale Verfügbarkeit, mögliche Auswirkungen auf die Produktqualität und die Eignung zur CO2-Reduktion analysiert. Der Grundgedanke dieses Projekts besteht darin, dass mit dem verstärkten Einsatz von Ersatzrohstoffen die gleiche Qualität wie bei herkömmlichen Portlandzementklinker erreicht wird.

